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Glockenklöppel instand gesetzt
Eine gelungene, komplizierten Operation an einem Patienten im Alter von knapp 400 Jahren!
Mitarbeiter der Krakauer Gießerei „Metalodlew SA“ haben drei Lederriemen für die Befestigung des Glockenklöppels hergestellt und montiert. Nun wird die Glocke kräftiger und sicherer läuten. Zu Ehren von u.a. Marschall Józef Piłsudski, dessen sterbliche Reste in der Krypta unter dem Turm der Silbernen Glocken bestattet wurden.
Die Riemenaufhängung des Glockenklöppels ist Anfang Juni gerissen. Wer die Reparatur übernimmt, war von Anfang an klar. Schließlich wurde 2001 in der Krakauer Gießerei „Metalodlew“ der neue Klöppel für den berühmten „Sigismund“ gegossen. Er ist einige Kilo schwerer als der alte und „schlägt absolut gleichmäßig und melodiös“, wie die Glöckner von Wawel sagen.
Der Klöppel der gerade instand gesetzten Glocke wurde um 1650 gegossen. Er ist 96,5 cm lang und 11 kg schwer. Gleich nach der Panne wurde der Klöppel in die Gießerei „Metalodlew“ geliefert. Hier wurden innerhalb eines knappen Monats drei neue Riemengurte für die Öse des Klöppels hergestellt; sie sind 50 cm lang, 45 cm breit und 6,5 mm dick. Zusätzlich haben die Mitarbeiter von „Metalodlew“ eine Blechabschirmung für den Bereich ausgeführt, wo der Klöppel an die Glocke befestigt wird.
(G)
Krakauer Tageszeitung „Dziennik Polski“ vom 04.07.2006










